DELTA INNOVATION TALK „NEUropa“ am 26.3.2026

Aufbau eines neuen Narrativs! Mit dem Auftrag Wegbereiterin für bessere Welten zu sein, lud die DELTA AG am 26. März zum Innovation Talk in die Tabakfabrik Linz und widmet sich dieses Jahr dem Thema „NEUropa!“ Ziel war es, neue Denkräume für soziale und nachhaltige Transformation zu öffnen und Prozesse proaktiv voranzutreiben.

Nach Begrüßungs- und Einführungsworte von Wolfgang Kradischnig, CEO der DELTA AG, hielt der Sicherheits- und Militärexperten Gerald Karner seine Keynote zum Thema des Abends. Karner sprach über die aktuellen geopolitischen Spannungen im Iran und in der Ukraine und spannte den Bogen von den USA bis nach China über Russland nach Europa und Österreich. Er sprach von einer Zeitenwende, die erst langsam in den Köpfen der Politik, Wirtschaft und Gesellschaft anzukommen scheint.

Für ihn sind Bildung, Wehrhaftigkeit und schnellere Entscheidungsstrukturen der EU zentral für ein Bestehen und Aufstreben Europas. In seinem Buch „Der unterschätzte Kontinent. Warum Europa die Zukunft gehört“ thematisiert er die Hintergründe, geopolitische Zusammenhänge und Wege aus der europäischen Abhängigkeit und Unsicherheit.

Im anschließenden Talk diskutierten Gerald Karner, Iryna Alekseeva, Maria Dietrich und Wolfgang Kradischnig über Europas Potentiale und Werte. Der Abend war ein bewusst gesetztes Zusammenkommen, um über NEUropa zu sprechen: Wie kann Europa neu gedacht werden? Wie reagieren wir angemessen auf die geopolitische Lage? Welche Handlungsmöglichkeiten haben wir auch aus unternehmerischer Sicht? In der Diskussion fanden klare Appelle und persönliche Reflexionen Platz:

Gerald Karner plädierte dafür, einen europäischen Patriotismus zu entwickeln, ein Gefühl der Zugehörigkeit und Verantwortung, das über nationale Grenzen hinausreicht. Er betonte, dass Europas Stärke in seiner Vielfalt, seinen Institutionen und seinen demokratischen Fundamenten liege.

Iryna Alekseeva ist 2022 aus der Ukraine nach Österreich gekommen. Aktuell ist sie bei Schiefer Rechtsanwälte in Salzburg tätig. Davor war sie als Inhouse Juristin und Assistenzprofessorin an der Odesa National Law Academy in der Ukraine. Sie appellierte für mehr Nachhaltigkeit – politisch, gesellschaftlich und wirtschaftlich. Für ihr Heimatland wünschte sie sich einen Neuaufbau, der ein eigenes, selbstbewusstes Narrativ prägt und dem Land eine neue Identität in Europa ermöglicht. Hier ließ sie auch ihre Expertise aus dem Vergaberecht für europäische Projekte in der Ukraine einfließen.

Maria Dietrich, Co-Founder und CSO CMb.industries GmbH, brachte mit ihrem Zitat von Richard von Weizsäcker brachte Dietrich die Essenz Europas klar auf den Punkt: „Wo Freiheit, Menschenrechte und Pluralismus sind, da ist Europa.“ Als Expertin für Brownfield-Entwicklung zeigt sich für sie die zunehmende Bedeutung von Konnektivität, Sicherheit und Unabhängigkeit in europäischen Entwicklungs-Projekten, z.B. im Hinblick auf europäische Rechenzentren und neue Infrastrukturen deutlich.

Wolfgang Kradischnig, CEO, DELTA AG sieht in NEUropa vor allem eine Haltungsfrage. Für ihn bedeutet das ein Europa, das wieder aus eigener Kraft denkt, eines, das wirtschaftlichen Erfolg, ökologische Verantwortung und soziale Stabilität zusammendenkt. Entscheidend sei, endlich den Schritt von der Analyse ins Handeln zu schaffen.

Der DELTA Innovation Talk zeigte deutlich: NEUropa ist ein gemeinsames Projekt. Ein Aufruf, Europa neu zu denken, mutig, solidarisch und zukunftsorientiert. Ein Europa, das mit einer selbstbewussten Vielfalt und Haltung auf äußere Bedrohungen reagiert und aus innerer Überzeugung handelt.

Fotos (c) MecGreenie