Glut und Asche – die Zusammenkunft der Urban Miner

Tief im Westen, im ehemaligen Hausrucker Braunkohlerevier, trafen sich österreichische SpitzenvertreterInnen der Kreativen Industrie. Kumpel, die überzeugt sind: Das Jahrhundert der Kreativität hat begonnen.

Im Verbund will man neue Bohrtürme montieren und Urbane Minen erschließen – im Wissen, dass Raum, Ökologie, Kapital, Lifestyle und Geschichte Talente lockt, ein innovatives Produktionssystem formt und damit Österreich und Europa als Förderanlage der Kreativität international positioniert.

Denn: Noch zählen Seltene Erden zu den begehrtesten Rohstoffen der Welt, bald wird die Förderung von Kreativität und die Gewinnung von Innovationen über Erfolg oder Misserfolg von ganzen Gesellschaften entscheiden. Das Grubengold der Zukunft besteht aus gesellschaftlichen Grundstoffen, die für eine stetige Erneuerung der Zivilisation unerlässlich sind. Schätze, die als Erkenntnisse, Utopien oder Visionen gehandelt werden und nicht fossil sind. Werte, die durch Kunst, Kultur, Forschung oder Bildung entstehen und sich durch Förderung vermehren. So wie es seit der digitalen Gründerzeit Inkubatoren für Pioniergeist und Vernetzung gibt, etwa Coworking-Spaces oder Digital Hubs, erfordert es auch im technischen und industriellen Sektor derartige Triebfedern für Innovationskraft. Heute sind Industrieanlagen keine Milliardeninvestition mehr, weil Maschinen wie 3D-Printer immer günstiger werden und längst den Consumer-Markt erobern. Es braucht daher Orte, die Kreativität fördern, die Fantasie anregen, Forschung als Rohstoff begreifen und neue Vernetzung schaffen. Aus diesen Minen werden Prototypen gewonnen – soziale, technologische, politische und gesellschaftliche.

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