Photo: Standortagentur Tirol

Fö N – Ein Kreativsummit gegen die Schwerkraft

Ein Tag ganz im Zeichen des kreativen Denkens. Weil Kreativität mehr ist. Weil sie Schwerkräfte im Denken überwindet – sei es im eigenen Leben, in der Gesellschaft, in Wirtschaft oder Politik. Weil sie die Art und Weise beflügelt, wie wir die Dinge sehen. Und weil sie neue Perspektiven für notwendige Innovationen eröffnen kann.

Tom Jank und Kurt Höretzeder brauchen keinen Fön für ihre Frisuren, sie sind Initiatoren des ersten Kreativ-Summits „Fö N“: „So wollen wir der Kreativität in Tirol eine Bühne geben und das enorme Potenzial, das der Kreativität innewohnt, ins gesamtgesellschaftliche Blickfeld rücken.“

Rund 250 BesucherInnen lauschten im Haus der Musik Innsbruck einem facettenreichen Programm mit Vortragenden, die Kreativität als öffentliches Anliegen und im Kontext von Transformation und Innovation diskutierten.

„Der Kreativ-Summit soll aufzeigen, wie vielfältig Kreativität ist und was sie für den Standort leisten kann. Sie ist nicht bloß ein Thema für die Kreativwirtschaft oder einige wenige Großgenies. Wir brauchen ein tieferes Verständnis für die enorme Kraft von Kreativität – im Beruf und in der Wirtschaft, in der Gesellschaft und in der Politik“, sind Tom Jank und Kurt Höretzeder überzeugt.

Der Weg zu diesem Verständnis – so stellte das bunt gefächerte Vortragsprogramm von Fö N unter Beweis – ist einer mit vielen Zugängen: Der Autor, Journalist und Experte für Transformation und Information Wolf Lotter rief in seinem Vortrag zur kreativen Revolution auf. Er wünsche den Tiroler Kreativschaffenden Mut zum Aufbruch: „Traut euch aus dem Traditionalismus auszubrechen und über den Tellerrand zu schauen! Unsere Zukunft braucht Menschen, die Probleme konkret lösen können und sie nicht nur verwalten.“ Für kreative Transformation brauche es kein Change-Washing, sondern echtes Interesse, Neugier und die Förderung von Ideen.

Maria Dietrich (CMb.industries GmbH) und Chris Müller, Direktor der Tabakfabrik Linz, sprachen in ihrem Vortrag über die Stimulation von Kreativität und kreative Biotope als Chance für Städte und Gemeinden. Und sie wurden eindringlich: „Wir leben aktuell in einer protomodernen Zeit, wo wir für unsere Kinder Prototypen schaffen müssen, die sich in der Zukunft bewähren. In Tagen voller Herausforderungen hat man Angst oder man wird kreativ“, so Müller.

Eben dieser schöpferische Geist und sein enormes Potential für Wirtschaft und Gesellschaft bekam auf dem Fö N Kreativ-Summit deutlichen Wind unter den Flügeln. Für Tom Jank, Fachgruppenobmann Werbung und Marktkommunikation bei der Wirtschaftskammer Tirol und Co-Initiator des Summits, steht es außer Frage, dass die Kreativität in Tirols Unternehmen neu betrachtet und bewertet werden muss: „Tirols Wirtschaft hat dringend Aufholbedarf in Sachen einer zeitgemäßen, professionellen Kreativitätskultur. Mit Leuchtturmprojekten wie dem Fö N-Kreativ-Summit geben wir dafür Impulse und schaffen die notwendigen Netzwerke. Die Tiroler Unternehmerinnen und Unternehmer müssen nur erkennen, wie wichtig es ist, sich jetzt einzuklinken.“

Zuspruch findet er von Gina Vedova, die als Clustermanagerin für das kreativland.tirol maßgeblich an der Organisation von Fö N mitgearbeitet hat. „Unser Kreativ-Summit ist erst der Anfang einer Reihe von Events und Maßnahmen, die aus oftmals ungenutztem kreativen Potential ein florierendes, kreatives Land Tirol machen soll.“

kreativland.tirol

Das kreativland.tirol ist einer der sieben Innovationscluster der Standortagentur Tirol mit dem Ziel, die Kreativwirtschaft in Tirol sichtbar zu machen, zu vernetzen und neue Kooperationen zu initiieren. Kreatives Denken wirkt als Schlüsselkompetenz der Zukunft und braucht als solche ein inspirierendes Umfeld. Gemeinsam mit seinen Mitgliedern und Partner:innen setzt kreativland.tirol neue Impulse, um den Status quo zu verbessern. Damit aus Kreativität gute Ideen und nachhaltige Innovationen werden und im alpinen Lebensraum Tirol Räume für neue Lösungen entstehen. Infos unter www.kreativland.tirol

Fotos: (c) Standortagentur Tirol